Startseite Wir sagen NEIN Kurz berichtet Aktionen und Termine Presseberichte zum Rhader Hof Archiv Galerie Schriftwechsel Fachliche Beratung Dortmunder Bürgerinitiativen Wir stellen uns vor Unser Gästebuch
Wir sagen NEIN:



Themen:
NSG Dellwiger Bach
Ökofläche am Rhader Hof
Tier und Pflanzenwelt am Rhader Hof
TED - Soll am Rhader Hof gebaut werden?


Allgemein:
Werden Sie Mitglied!
Bankverbindung
Kontakt
Impressum
Besucher


Naturschutzgebiet

D E L L W I G E R   B A C H 

Das Naturschutzgebiet Dellwiger Bach besteht aus dem renaturierten Dellwiger Bach, mehreren Teichen, Feuchtwiesen, und Röhrichtzonen sowie großflächigen Mischwäldern.

Vor der Renaturierung war der Dellwiger Bach, der über den Roßbach in die Emscher mündet, als offener, begradigter, mit Beton ausgekleideter Schmutzwasserkanal ausgebaut. Er liegt im Einflußbereich des Emscherentwässerungssystems.

Die Emscher, ursprünglich ein sich schlängelnder Fluß mit begleitender Bruchlandschaft, wurde mit ihren Nebenflüssen als Vorfluter für den Abtransport der im Ruhrgebiet anfallenden Abwässer bestimmt. Denn mit der Industriealisierung entstand immer mehr Schmutzwasser.
Zugleich musste durch die zunehmende Versiegelung der Oberfläche auch immer mehr Oberflächenwasser künstlich abgeführt werden. Es entstand ein reguliertes, gestaltetes Abflußsystem.

Durch die vom Bergbau ausgehenden Senkungen mussten zusätzlich Vorkehrungen durch Eindeichungen ergriffen werden, um eine Störung der Vorflut zu vermeiden. Unter heutigen Gesichtspunkten und Notwendigkeiten erscheint dieses Entwässerungssystem jedoch ökologisch überprüfungswürdig.


 

Dellwiger Bach



Nach oben

1982 wurde von der Emschergenossenschaft mit der "Renaturierung des Schmutzwasserkanals Dellwiger Bach" begonnen. Diese Maßnahme wurde vom Land NRW umfangreich unterstützt. Das Abwasser wurde direkt aufgefangen und in Rohre eingeleitet.

Dadurch wurde das Schmutzwasser separat zum nächsten Schmutzwasserkanal abgeleitet. Dieses geschlossene neue Parallelsystem hat eine Länge von ca. 3,5 km.
So konnte das renaturierte Bachbett das saubere Wasser aufnehmen, ohne mit Schmutzwasser verunreinigt zu werden.

Es entstanden die unterschiedlichsten Standortbedingungen für Flora und Fauna, da der renaturierte Bach nun durch seinen natürlichen Verlauf die unterschiedlichsten Vegetationszonen zu bieten hatte. Es wurden Flachwassergebiete, die unterschiedlichsten Hanglagen sowie schnell und langsamfließende Bachstrecken geschaffen.
Diese Maßnahmen veränderten die Lebensbedingungen am Delleiger Bach so stark, dass ein völlig neuer Lebensraum an diesem Gewässer entstand.

Inzwischen haben sich hier viele Tiere und Pflanzen angesiedelt, die Jahrzehnte lang nahezu verschwunden waren.
Viele geschützte Arten sind hier ansässig.
Darunter Grünspechte, Kiebitze, Schleierelen. Rebhühner, Fasane, verschiedene Schwalbenarten und Turmfalken.
Zurzeit leben hier vier Brutpaare des Mäusebussard.
Auch der Eisvogel, der erneut Vogel des Jahres 2009 ist, wurde wieder gesehen. Zusätzlich leben in und um das Dellwiger Bachtal vierzehn Stück Rehwild.
Auch Amphibien, Libellen und seltene Schmetterlinge wurden gesichtet.
Das Vorkommen von 3 Fledermausarten darunter der große Abendsegler und Zwergfledermäuse. An den Zollernteichen wurden auch Wasserfledermäuse nachgewiesen.

Inzwischen haben sich hier aber auch neue, fremde Arten angesiedelt, sodass der Lebensraum Dellwiger Bachtal immer wertvoller und vielfältiger wird.

Insgesamt gesehen ist das Naturschutzgebiet Dellwiger Bachtal aufgrund der abwechslungsreichen Landschaft - Wasser, Feuchtwiesen, Wald, Brach und Ackerland - einer der wertvollsten Lebensräume unserer Region für wildlebende Tier- und Pflanzenarten.

(Quelle: Exkursionen ins Grüne - Herausgeber Stadt Dortmund)


 

Dellwiger Bachtal



Nach oben